Viele Hilfsaktionen, aber Bedürftige schlüpfen durch die Maschen

Corona bestimmt unser Leben und viele Menschen, auch Mitglieder unserer Volkswagenlöwen, engagieren sich in sozialen (Hilfs-)Projekten. Dabei kommt es trotzdem vor, dass Einzelne unter uns nicht die Hilfe bekommen, die sie benötigen.

Eigentlich stand unsere Jahreshauptversammlung (JHV) an. Auch diese fiel der Corona Pandemie zum Opfer. Darum an dieser Stelle statt eines Berichtes ein Aufruf zum menschlichen Miteinander.

Zuerst ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich um die Mitmenschen kümmern und sich ehrenamtlich in die notwendigen Arbeiten stürzen. So hat auch unsere Eintracht- unter der dargestellten Vorreiterrolle der Fanabteilung- mit FanRat Braunschweig e.V. und der Ultra-Szene- BTSV Eintracht 1895 ein Programm zum Einkauf für Hilfsbedürftige ins Leben gerufen. Nähere Infos sind unter Eintracht.com zu finden. Beispielhaft dafür gebührt großer Respekt.

Leider erreicht die Aktion aber nicht alle, die Unterstützung benötigen. Unsere Kurvenmutti, Christel, wollte sich bei uns zur JHV anmelden. Sie nutzt keine sozialen Medien und kein Internet. Daher war ihr nicht bekannt, dass die JHV bereits abgesagt ist. Christel, die immer und jedem Hilfe anbietet, wurde in Sachen Corona von niemanden kontaktiert. Klar haben auch wir gedacht, dass Christel- die zur Risikogruppe bezüglich Corona gehört- zumindest aus der „Aktiven Szene“ bezüglich eines Unterstützungsangebotes angesprochen wird. Nach Christels Aussage hat sich aber niemand bei ihr gemeldet. Inzwischen haben wir mit Christel abgestimmt, dass wir uns um sie kümmern, wenn ihr Bruder nicht zur Verfügung steht.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass die notwendiger Weise breit angelegten Hilfsaktionen nicht alle Bedürftigen erreichen und daher der persönliche- auf die einzelne Person gerichtete- Kontakt nicht verloren gehen darf. Auch eine Annahme, dass sich schon jemand gemeldet hat ist dabei oft trügerisch. Darum möchten wir euch bitten, dass jedes unserer Mitglieder zumindest zwei Personen aus seinem Umfeld anruft, die eventuell Hilfe benötigen. Damit haben sich dann gut 1.000 Personen in Gespräche gebracht. Zum einen kann Leuten in Not geholfen werden, zum anderen ist zumindest ein sozialer Kontakt zustande gekommen. Auch das ist in der heuten Zeit sehr wichtig. Auf der anderen Seite sollten sich Menschen, die Unterstützung benötigen, einfach bei Freunden, Bekannten oder Hilfsprojekten melden. Man sollte hier keine falsche Scham an den Tag legen. Getreu dem Motto: „Lieber doppelt, als gar nicht“ sollten möglichst alle in Kontakt bleiben.

Lasst uns für einander sorgen und gemeinsam Corona überstehen.

Die blau gelben Volkswagenlöwen

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