Spielberichte

Jetzt muss ich die abgedroschene Phrase doch auch gleich mal auspacken, denn die Wahrscheinlichkeit  „Haue“ zu bekommen, war  ja gar nicht so gering, hatte doch Aue die letzten 23 Heimspiele nicht verloren.

Aber von Anfang an. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es für die Volkswagenlöwen ins Erzgebirge nach Aue.  Bei guter Stimmung im Bus und entspannter, fast staufreier Fahrt, kamen wir pünktlich vorm Erzgebirgsstadion an und konnten Dank Rosis Geistesgegenwart einen Parkplatz in erster Reihe erobern  ;-) .

Ab ging es in die Baustelle „Erzgebirgsstadion“ der im Moment gut die Hälfte der Tribünen fehlt. Der Gästeblock ist jedoch noch in voller Schönheit vorhanden. Zu Spielbeginn hatte Cattiva eine schöne  Fähnchenchoreo vorbereitet. Sah wirklich gut aus. Leider wurden auch während des Spiels ausdauernd große Fahnen geschwenkt, was zu erheblichen Sichtbehinderungen führte.  Das hatte zur Folge, dass sich das von Cattiva gewünschte, enge Beieinanderstehen in der Blockmitte schnell wieder auflöste.

Tja, und nun zum Spiel. Eintracht legte gut los und ging durch Kumba schnell  1:0 in Führung. Im weiteren Spielverlauf gelang es jedoch nicht, nachzulegen. Aue mit den größeren Spielanteilen, aber glücklicherweise viel zu harmlos im Torabschluss. Zudem stand unsere Abwehrreihe gut und hatte immer noch einen Fuß dazwischen.  Erst gegen Ende  des Spiels, als die Auer spürbar mit ihren Kräften am Ende waren, kam unsere Eintracht zu einigen Konterchancen. Davon 2 hundertprozentige für Kumbela, der die einfachere zunächst liegen ließ und die schwierige dann mit einem coolen Heber über Männel nutzte.  Der Kumbimann läuft zu alter Stärke auf, wer hätte das gedacht. Dafür ließ er sich nach Spielschluss noch ausgiebig von den Fans feiern.

Fans und Mannschaft stimmten dann noch gemeinsam ein „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ an. So kann es weitergehen! Der am meist gehörte Satz nach Spielschluss war (noch augenzwinkernd)  „Wer solche Spiele gewinnt, der steigt auf“. 

DFB- Pokal in Würzburg 0-1 n.V. verloren. Der schlechte Auftritt erinnert einem sofort an das Spiel beim SV Bremen. So darf man einfach nicht auftreten wo es um viel Geld geht. Hochnässig oder egal wie man es nennen will, können wir uns nicht erlauben und es gibt auch keinen Grund dies zu sein.  120 Min. sah man Fussball zum abgewöhnen und keiner war bereit das Heft in die Hand zunehmen. Es war einfach nur schlecht. Wenn das Spiel nicht gewesen wäre, man hätte einen schönen Tag in Würzburg verbringen können. Jetzt heißt es ganz schnell die Reißleine ziehen, damit jeder erkennt, so etwas darf es nicht noch mal geben. Schade das man den Eintracht Fans ca.900, nicht das Eintrittsgeld zurück gibt. Dazu passte dann auf der Rückfahrt auch noch 2x komplett Sperrung der Autobahn und der Regen bis Kassel

Nach St. Pauli ans Millerntor fährt der erfahrene Eintracht-Fan  ja üblicherweise eher mit etwas  gemischten Gefühlen.  Gelang doch der letzte Sieg dort vor nicht weniger als 25 Jahren. Und trotzdem herrschte ein leichter Optimismus vor,  als  die Volkswagenlöwen sich am Samstagvormittag auf den Weg zum ersten Auswärtsspiel in dieser Saison in die Hansestadt machten.  Irgendwann muss es doch mal wieder klappen mit einem Sieg dort, warum also nicht heute.

Nach einer entspannten Fahrt über die B4 mit kurzem Zwischenstopp an der Grünhagener Fischräucherei  , kamen wir zeitig am Millerntor an und fanden dank eines beherzten  - nicht ganz den Verkehrsregeln entsprechenden -  Manövers unsers Fahrers einen super Parkplatz in Stadionnähe.

Ein kurzer Fußmarsch noch zum Stadion, wo schon gut was los war. Nach entspannten Einlasskontrollen ab in den Gästeblock, erstmal das Banner aufgehängt und Plätze eingenommen. Mutig wählten wir den Bereich ohne Dach mit guter Sicht auch auf das Tor auf unserer Seite, weil Rosi gesagt hat, es regnet nicht! (Zumindest bis Spielende hatte sie Recht.)

Im ausverkauften Haus boten die Pauli-Fans zu Beginn erstmal eine schöne Rundum-Fähnchen-Choreografie und anfangs noch vernehmbaren Wechselgesang, aber das war‘s dann auch, denn es sollte ihnen bald die Lust vergehen.

Der Torsten forderte noch vor dem Spiel eine Top-Mannschaftsleistung, um mit etwas Zählbarem nach Hause zu kommen. Und die bekam er auch – aber Hallo! Ein richtig guter kämpferische Auftritt unserer Elf, frühes Stören, klare Offensivaktionen und vor allen Dingen Siegwillen!! Pauli hatte während des gesamten Spiels kaum den Hauch einer Chance. Irgendwie knüpften sie dort an, wo sie in Stuttgart aufgehört hatten.  Aber sie hatten es auch nicht leicht. Kumbela und Biada mit klasse Toren, Valsvik  in der Defensive schon super integriert,  Moll und Schönfeld wieder richtig gut im Mittelfeld, Omladic mit toller kämpferischer Leistung, nur um mal ein paar Spieler herauszuheben. Und so konnten wir nach 25 Jahren endlich mal wieder einen Sieg am Millerntor feiern.  Das wir zudem auch noch mit „Spitzenreiter“ abfeiern konnten, hätte ich mir nicht träumen lassen.

Auf dem Rückweg zum Neuner wurde uns von zahlreichen Pauli-Fans immer wieder zum verdienten Sieg gratuliert. Ganz ohne Wut oder Häme, einfach so. Später am Auto dann auch noch nette Gespräche mit Pauli-Fans. Auch das habe ich in der Form noch nicht erlebt, da hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Gut so.

Auf der sehr entspannten Rückfahrt mit guter Stimmung im Bus (ich sag nur: Siegerbier) machten wir wieder eine kurzen Zwischenstopp bei der Grünhagener Fischräucherei und dann ging‘s ab nach Hause. Ich freu mich auf die nächsten Auswärtsfahrten!

Ja, jetzt heißt es Farbe bekennen und das Tor zur Welt in Hamburg mal aufstoßen und dann auch treffen. 1x mehr als Pauli sollte die Devise lauten. Welche Elf das schaffen soll weiß TL am allerbesten. Ich bin davon überzeugt, das die Elf etwas anders aussieht als gegen Würzburg und die Bilanz wird unserem Trainer nicht schmecken. Letzter Sieg auf Pauli?? Gefühlte 100 Jahre her. Auch den fast 3000 mitreisenden Fans würden mal Punkte auf Pauli gut zu Gesicht stehen. Ferner ist Dom und mit der Parkerei wird es nicht einfach, genau so wie von dort Punkte mitzunehmen, aber wir sind Eintracht und sollten das Millerntor endlich mal stürmisch erobern.

Letzter Sieg :

2. Bundesliga Nord 91/92 11. Spieltag

  Fr 27.09.1991 19:00 St. Pauli - Eintr. Braunschweig 0:2 (0:1)

Es war nicht nur ein unterhaltsames spiel, sondern eins der besseren Sorte in Bochum. Wobei ich heute mal den Schiri Kempter, der in Heidenheim und jetzt in Bochum insges. 3 Elfer gegen uns pfiff, die er für uns nie gegeben hätte, mal außen vor lasse. Er mag uns wohl nicht siegen sehen.

In der ersten 20 Min. zog der BTSV ein klasse Spiel auf und ging durch Holtmanns Traumschuß verdient in Führung. Dann zog Bruder Leichtsinn ins Spiel und Terodde traf wie fast immer gegen uns im Doppelpack. Zweite Halbzeit und Eintracht machte nochmal richtig Dampf. Holtmann wirbelte ganz Bochum durcheinander und nach seinen Solo läufen folgten ein Selbsttor und das 3-2 für uns durch Ademi(endlich).Dazwischen ein Elfer für Bochum (Lachnummer) Fejzic gegen Terodde-Sieger Fejzic. Dann lies man etliche Dinger liegen und in der 88. Min. dann Kempters grosser Auftritt. 11m für Bochum und rote Karte Decarli. Terodde zum zweiten gegen Fejzic, drüber und Sieg für uns.Auswärtssieg 2016 war so was von verdient, wie lange nicht mehr.

Schlimm war nur die Hin- und Rückfahrt. Im Bereich der verbotenen Stadt geht aber auch nichts mehr. Sogar Sonntags auf der A2 alles dicht. Bis Oktober sollte man diesen Bereich weit umfahren.

© volkswagenloewen.de 2004-2013