Spielberichte

Verlieren verboten, das war für beide Mannschaften der Tenor im Spiel. Hinten sicher stehen und nur nicht zu viel riskieren.

Die gut 6000 Zuschauer , davon gut 1000 aus Braunschweig , sahen ein spiel ohne große Höhepunkte. Es galt rein in die Zweikämpfe und nur nichts zulassen. so spielten sich kaum nennenswerte Dinge vor den Toren ab. Einer der wenigen war das angebliche Rückspiel von Rütten in der zweiten Halbzeit. Was sich da der Schri gedacht hat, sollte mal die Führung der Schiris nachfragen. Dann Buluts Ding in der 90. Min und ein Fernschuß aufs Eintracht Tor waren so die Höhepunkte der 90 Min. Für uns ein wichtiger Auswärtspunkt der Jena weiter hinter uns lässt, aber auch eine Warnung, nicht nach zu lassen im Abstiegskampf. Wir sind dran, aber noch lange nicht durch. Bis 45 Punkte ist noch ein weiter weg bei 12 Spielen. Jetzt heißt es erstmal nachlegen gegen Würzburg und das wird schwer genug.

Es hat nicht sollen sein, mit einer 2:3 Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden wurde der Aufwärtstrend der Eintracht gestoppt. Die gut 17000 sahen eine kampfbetonte Party mit einem verdienten Sieger. Wehen war im Zweikampf und im Umschalten sowie gedanklich eine Ecke weiter als wir. Zudem hatten wir in der ersten Halbzeit mit 2 Totalausfällen richtige Schwachstellen, die erst in der zweiten Halbzeit abgestellt wurden. Ob der 11m berechtigt war oder nicht, Wehen hat gezeigt, wie sich eine Mannschaft im Laufe einer Saison weiterentwickelt und steht zur Zeit mit Recht auf Platz 4.

Jetzt fahren wir nach Köln und da hängen für uns die Trauben immer hoch. Aber es gilt, wieder den Kampfgeist wieder zu finden und hinten wieder kompakt stehen, dann ist was zu holen.

Abermals biete sich am Samstag die Möglichkeit, noch näher an die Nichtabstiegsplätze heran zu rücken. Mit Unterhaching kommt allerdings eine Mannschaft, die noch ganz oben reinrücken will. Das macht unsere Aufgabe doppelt schwer. Wenn es der Elf mit sofortigen Angriffsspiel für Stimmung im Tempel zu sorgen, dann können sich beide, Fans und Mannschaft auf die Schulter klopfen, denn nur gemeinsam kommen wir da unten weg. Grosse Änderungen wird A. Schubert bestimmt nicht vornehmen, auch wenn in Köln viel daneben ging. Aber wichtig sind im Augenblick die Punkte. Diese gilt es mit Kämpferherz und Laufarbeit in Braunschweig zu behalten. Nochmal, helft alle mit, damit die Mannschaft merkt, das wir hinter ihr stehen.

Am Montag gab es vor rund 4.200 Zuschauern, davon knapp 15 Prozent Braunschweiger, einen 0-1 Auswärtssieg durch das Tor von Bernd Nehrig in der 56. Minute bei den Schwänen in Zwickau.

Um bei den erfreulichen Dingen zu bleiben, darf man feststellen, dass es der zweite „Zu Null Sieg“ in Folge war und dass das „Alt Herren Trio“, Nehrig, Pfitzner und Fürstner das Mittelfeld bestens mit- und untereinander aufteilen. Ansonsten bleibt festzuhalten, dass die erste Halbzeit eher an die schlimmen Zeiten dieser Saison erinnerte und man froh sein musste mit einem 0-0 in die Pause zu kommen. In der zweiten Halbzeit dann eine klare Steigerung und darum letztendlich nicht ein ganz unverdienter Sieg in der Fremde. Mag man die Obsteinlage der Fans zu Spielbeginn noch witzig finden, so muss man sich schaudernd abwenden, wenn man die Eskapaden zu Beginn der zweiten Halbzeit betrachtet, die zu einer Spielunterbrechung führen. Da wird eine satte Strafe durch den DFB folgen. Ob das dem Verein hilft? Aber auch die Mannschaft viel durch Tugenden auf, über die wir uns in den letzten Jahren bei unseren Gegner beschwert haben. Schnelles Fallen mit langen liegen bleiben, sehr viel Zeit bei der Ausführung von Standardsituationen etc. Nun, nehmen wir es positiv. Es reichte zum Sieg und eigentlich spricht schon keiner mehr drüber. In der aktuellen Situation heilig der Zweck die Mittel und wir sind langsam dran, am rettenden Ufer.

Heimspiel gegen Hansa Rostock verdient mit 2-0, durch Tore von Kessel (51. Min.) und Feigenspan (88. Min), vor rund 21.500 Zuschauern gewonnen. Trainer Schubert hat die Mannschaft perfekt gegen die Kogge auf- und eingestellt.

Da ist er, der erhoffte und bitter notwendige gute und erfolgreiche Start in die Restsaison der dritten Liga. Perfekter geht es kaum. Alle Spiele liefen im Sinne der Eintracht und selber gewann man sein eigenes Spiel. Fünf Punkte und ein paar Tore zum rettenden Ufer. Welch eine Momentaufnahme, mit der man vor diesem Spieltag nicht zwingend rechnen musste. Etwa 18.000 Braunschweiger Anhänger brauchten ihren Besuch im Stadion nicht zu bereuen. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung wurde das wichtige Spiel gegen keineswegs schlechte oder gar enttäuschende Rostocker verdient gewonnen. Nicht nur das Rostock kaum gefährlich vor das Tor kam, der Eintracht gelang es fast konstant 90 Minuten auf gleichbleibend hohem Niveau durchzuspielen. Das macht Spaß auf mehr und endlich war mal wieder etwas von der alten Stimmung im Stadion an der Hamburger Straße zu spüren. Fejzic, auf der Linie perfekt, kann sein Spiel im Fünfer und Sechszehner noch steigern und Nkansah wird wohl kein Techniker mehr werden, hielt aber die Mitte bis auf eine Situation dicht. Nehrig war der beste Mann auf dem Platz und Kessel hat die Achillesferse –rechte Verteidigung- in Vergessenheit geraten lassen. Jetzt alles rosarot zu sehen und an einen Durchmarsch zu glauben wäre wohl verfehlt, aber dieser Spieltag und die Leistung der gesamten Mannschaft dürfte dieser selbst und den Fans wohl die notwendigen Basis gegeben haben, der es für eine erfolgreiche Restserie bedarf. In diesem Sinne, danke und auf ihr Löwen …

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