Vor knapp 62.000 Zuschauern, davon gut 5.000 Anhänger unseres BTSVs, gewann der FC Schalke 04 durch Tore von Gortzka (17. Min.), Huntelaar (65. Min.) und Szalai (90. Min.) bei einem Gegentreffer von Kessel (82. Min.) mit 3 – 1. Theuerkauf holte sich dabei seine zehnte gelbe Karte ab und hat nun ein Spiel Pause.
Außer den Fakten lohnt ein Bericht nicht. Wäre es das erste Spiel nach der Partie gegen Nürnberg gewesen, hätte jeder gemerkt, dass dieses Spiel der Genickbruch für unsere Truppe war. Es lagen aber Spiele dazwischen, in denen die kämpferische Einstellung vorhanden war und der Tiefschlag als verdaut angesehen werden konnte. Seit gestern fällt es nun aber selbst den Treuesten der Treuen schwer an das Wunder Klassenerhalt zu glauben. Einzig Marcel Correia ragte mit einer topp Leistung heraus, war aus meiner Sicht sogar der beste Mann auf dem Platz. Daher möchte ich seine Analyse zum Spiel hier wiedergeben. Sie ist auch sehr passend.  „Wir müssen die wenigen Chancen, die wir haben, konsequenter reinmachen. Wir müssen in den Zweikämpfen präsenter sein. Wir müssen den Ball besser behaupten, bessere Ballstafetten in den eigenen Reihen haben. Wir haben heute viel vermissen lassen.“
Ansonsten entwickeln sich unserer Auswärtsfahrten mehr und mehr zu Bildungsreisen, die wohl bald einer staatlichen Förderung würdig sind. Beim einzigen Tunnel der Fahrt wurde so allen Teilnehmern mit goldenen Stimmen musikalisch erklärt, dass wenn man in einen Tunnel fährt es dunkel wird und wenn man wieder raus fährt es hell wird. Sabine freute sich noch viele Stunden über die Information, dass das Dach der Veltins Arena geöffnet sein muss, wegen Waldbrandgefahr (???!!!). Unser Hecke hat wie angekündigt einen edlen Tropfen im Gepäck gehabt. Erkenntnis, dieser hat wie viele Medikamente Nebenwirkungen, wenn er mit anderen Mitteln und überdosiert eingenommen wird. Währen viele Beteiligten den edlen Tropfen genossen haben, gab es einen Experten für ein gewagtes Experiment. Nach gut Bierchen und einen Schluck aus der Pulle (drei- bis vierfache Menge der üblichen Portion) wurde mit einem Wein nachgespült. Ergebnis: bereits in Höhe von West-Peine wurde beim privaten Taxidienst angerufen und mitgeteilt, dass mein gleich am Ziel, in Süpplingenburg, sei. Für alle die Info, dass das Taxi eher als wir am Zielort war. In den (Unterrichts)Pausen wurde dann in Erinnerungen geschwegt. In kleiner Gruppe gedachte man der unvergessen Fahrt nach Ingolstadt und den vollbrachten Aufstieg. Hier stellte sich wieder Gänsehaut ein und die Emotionen spürte jeder in sich.
Eins, das ist klar, beim nächsten (Auswärts)Spiel sind wir wieder da. Wir hoffen alle weiterhin auf Erfolge unserer Eintracht.
 
 
Achtung, die Mainzer kommen,
aber keine Angst, Jagdzsenen wie vor einigen Jahren als der Mainzer Torwart Wache eine jungen Zuschauer vor laufender Kamera auf der Tribüne in sicher nicht friedlicher Absicht nachstellte sind nicht zu erwarten. Inzwischen hat der Club auch einen Trainer, der deutlich besser mit Emotionen umgehen kann und das wirkt sich auch auf die Truppe aus.
So sehr wir uns alle über einen Sieg im Heimspiel am Dienstag auch freuen würden, unsere Elf müsste schon eine hervorragende Leistung abliefern. Der Gast aus dem Weinbaugebiet ist inzwischen eine gefestigte Größe in Liga eins und stellt eine geschlossene Einheit auf sehr gutem Niveau dar. Die Mainzer zeichnet auch eine hohe Kontinuität in der Leistung aus. Das gilt innerhalb eines Spieles, aber auch auf die Saison betrachtet. Sicher ein Ergebnis der guten Trainerarbeit. Dem Coach werden Wechselgerüchte zu dem Knappen nachgesagt. Lohn der aktuellen Situation bei den 05ern.
Warum sollte aber der inzwischen schon lange erwartete Dreier nicht doch für uns zustande kommen. Die prima Kulisse und die abendliche Atmosphäre unter Flutlicht kann nur positiv wirken. Wenn endlich mal die Führung gelingt und längere Zeit gehalten werden kann, wird auch das notwenige Selbstvertrauen wiederkehren. Also los ihr Löwen, kämpft und schießt ein Tor.
 

 

 

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